Wissen zum Zmittag: Was machen die geerbten Dinge mit uns? Und was machen wir mit ihnen?
Behalten oder doch wegwerfen? Wir leben im Zeitalter des materiellen Überflusses. Persönliche Besitztümer füllen unsere Keller, Dachböden oder Schränke in einem Ausmass, dass wir sie manchmal gerne wieder loswerden würden. Aufräum-Berater:innen propagieren radikales Ausmisten und versprechen das Glück durch Minimalismus und den Luxus der ästhetischen Reduktion. Wieso sind aber manche geerbten Dinge so eng mit der eigenen Geschichte verknüpft? Woher das schlechte Gewissen bei der Vorstellung, die Büchersammlung des verstorbenen Vaters ins Altpapier zu bringen und das Porzellan der Grossmutter in die Brockenstube? Geerbte Gegenstände machen die Grenzen zwischen Dingen und Menschen, Totem und Lebendigem, Vergangenheit und Gegenwart durchlässig. Sie entwickeln ein eigensinniges zweites Leben. Was ist man ihnen schuldig?
Valentin Groebner ist Professor für Geschichte an der Universität Luzern und Autor zahlreicher Bücher, darunter “Aufheben, Wegwerfen - vom Umgang mit schönen Dingen”, Wallstein 2023.
Das Mittagessen darf mitgebracht werden (Mikrowellen stehen zur Verfügung) oder vor der Veranstaltung in der Cafébar bezogen werden. Es gibt ein kleines vegetarisches Zmittag oder verschiedene Snacks.
Datum: 26.02.2026 von 12.15 Uhr bis 13 Uhr
Ort: Berner Generationenhaus, Bahnhofsplatz 2, 3011 Bern
Eintritt frei (Kollekte). Anmeldung erforderlich.
Mehr Infos und zur Anmeldung unter: Wissen zum Zmittag: Was machen die geerbten Dinge mit uns? Und was machen wir mit ihnen? | Berner Generationenhaus